Ausflug Porto Christo - Mallorca-Perlen

25. Oktober 2008 | 419 Artikeleinblendungen

Lieber Besucher,

und schon ging es zur  Perlenfabrik „Orquidea“. Denn nichts unterstreicht die Schönheit einer Frau mehr, als eine kostbare Perlenkette. Hab ich jedenfalls mal irgendwo gelesen. ;-)

pixellio.de PerlenketteDer Reiseleiter informierte uns über die bestehende Möglichkeit eventuelle Käufe auch in drei Ratenzahlungen tätigen zu können. Ich frage mich ernsthaft, ob es wirklich Menschen gibt, die sich auf einer solchen Touri-Tour in ca. 25 Minuten Aufenthalt zu einem Spontankauf  über 2.000 Euro für eine Naturperlenkette entscheiden. Aber, bekanntlich gibt es ja nichts, was es nicht gibt.

Natürlich wurden nicht ausschließlich so teure Naturprodukte angeboten. Die berühmten Mallorca-Perlen, also gut gemachte Imitate, fanden den einen oder anderen Abnehmer, der nicht grad so tief ins Portmonee greifen wollte.  

Wir griffen überhaupt nicht in unsere Geldbeutel. Mir persönlich stehen Perlenketten nicht gut zu Gesicht und Ralf möchte seine feminine Seite nicht in dieser Form unterstreichen. :-)

Und weiter sollte es zu einem der schönsten Strände Mallorcas gehen. Cala Millor. Völlig überraschend standen wir jedoch vor der nächsten Perlenfabrik.  Gut, dass wir keine Kaffeefahrt für zehn Euro gebucht hatten, bei der die Teilnahme an der Heizdecken-Verkaufsveranstaltung zum Pflichtprogramm gehört. Wir entschieden uns gegen den Besuch der Perlas Majórica und tranken erst einmal ein leckeres Pils in der gegenüberliegenden Bar. :-)

Cala Millor

 

Eine halbe Stunde und zwei Bierchen später ging es weiter nach Cala Millor…

Bis morgen…

Eure Bine

 

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Ausflug Porto Cristo - Wohl dem, der keine Vorurteile kennt!

24. Oktober 2008 | 16 Artikeleinblendungen

pixelio.de Touristen-InformationHallo Reisefreunde,

heute berichte ich über unseren Ausflug nach Porto Christo. Diesmal organisierten wir nicht selbst, sondern buchten einen Bus-Trip über ein nahegelegenes Touristik-Center. Mit auf dem Plan stand der Besuch einer Glasbläserei, einer Perlenfabrik und ein kurzer Abstecher nach Cala Millor. Als krönender Abschluss stand danach noch die Drachenhöhle (Coeves del Drach) in Porto Christo auf dem Programm. Ein wenig Kultur soll ja noch keinem geschadet haben :-)

Auch dieser Tag fing wieder recht lustig an. Die Abfahrt sollte morgens um 8:43 Uhr sein. So stand es jedenfalls in unserem Info-Material. Darüber mußte ich schon das erste mal kräftig lachen. 8:43 Uhr! Das ist vielleicht eine verbindliche Uhrzeit für einen deutschen Busfahrer der Bogestra, aber doch keine Zeit für einen spanischen Fahrer!
Wir richteten uns auf eine halbstündige Wartezeit ein und waren völlig geplättet, als der Busfahrer drei Minuten vor dem Termin eintraf.

Immer diese Vorurteile ;)

Zunächst wurden die Touris vor ihren Hotels eingesammelt und der Reisebus füllte sich allmählich mit Spaniern, Engländern, weiteren Deutschen, Franzosen, Niederländern, Portugiesen und Belgiern. Na, das sollte ja eine informative Fahrt werden! :(
Als wenn der spanische Reiseleiter mehr als spanisch und maximal englisch sprechen können würde. Im Leben nicht! Davon waren wir jedenfalls felsenfest überzeugt. Naja, mit meinem Schulenglisch und ein paar Brocken spanisch aus meiner Ausbildungszeit kann ich mir einigermaßen helfen. Für Ralf war das sowieso kein Problem. Aber ich war schon ein wenig angesäuert, bevor es überhaupt richtig losging. DAS hätte man uns doch sagen müssen, meckerte ich still vor mich hin…

Nachdem alle Teilnehmer an Bord waren, begrüßte uns der Reiseleiter zuerst in einem erstklassischen spanisch, gefolgt von englisch, deutsch und, last but not least, in einem fließendem französisch  :-)

Ich sag ja immer: Die Spanier sind ein wirklich kluges Völkchen und im Gegensatz zu mir, scheinbar ohne Vorurteile anderen Nationen gegenüber ;-)

Ohne Sprachbarriere ging es zu unserem ersten Stop - Can Gordiola - an der Landstraße von Palma nach Manacor. Das festungsähnliche Gebäude ist seit Jahrhunderten in mallorquinischem Familienbesitz. Can GordiolaHier konnten wir wertvolle antike Glasobjekte des Hauses Gordiola, aber auch Gegenstände aus anderen spanischen Regionen betrachten.

Besonders interessant war es, den Glasbläsern in der eindrucksvollen Werkstadt bei der Arbeit zuzusehen. Faszinierend, wie sie mit nur zwei bis drei groben Werkzeugen die kunstvollsten Glaskelche fertigten oder für die Zuschauer kleine Glastierchen herstellten. Die gefertigten Gegenstände standen natürlich auch zum Verkauf.
Im Museum im ersten Stock konnten wir unter anderem auch Schätze aus vielen anderen Ländern wie Portugal, China, Japan und Frankreich bewundern.

Und weiter ging die Fahrt zur Perlenfabrik „Orquidea“, sie liegt auf halber Strecke zwischen Palma und Manacor kurz vor Montuiri…

Bis bald…Eure Bine

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Mietwagen-Tour von El Arenal bis Port de Sóller 4. und letzter Teil

23. Oktober 2008 | 47 Artikeleinblendungen

Hallo lieber Blog-Besucher,

vor unserem Urlaub hatten wir ein Gespräch mit Ralfs Nichte, die uns nahelegte, unbedingt von Sóller aus die nostalgische Holz-Straßenbahn bis Port de Sóller zu nutzen. Dieser Tipp war einfach klasse. Wir hätten wirklich ein wundervolles Erlebnis verpasst, wenn wir den Wagen bis zum Hafen genommen hätten. Soller Holz-Eisenbahn Die Abfahrten erfolgten halbstündlich und wir mußten nur 10 Minuten auf die nächste Bahn warten. Perfektes Timing!

Die Tram von 1913 ist eine Museumsstraßenbahn und als Touristenattraktion gedacht. Für die einfache Fahrt zahlten wir 3,50 Euro pro Nase. Bezahlen konnten wir witzigerweise, wie früher, beim Schaffner. Wir fühlten uns um Jahrzehnte zurückversetzt, in eine andere Welt. Herrlich!

Die Straßenbahn fährt quer durch Sóller durch kleine Obst- und Gemüsegärten. Nach 5 km endet sie direkt in dem hübschen Hafenstädtchen, dass sich in den letzten Jahren sehr verändert hat. Aus dem verschlafenen Fischernest ist mittlerweile ein gut strukturierter Ferienort geworden. Und doch gibt es stille Ecken, beispielsweise am schmalen, mit feinem Sand aufgefüllten Strand Es RepicHafen von Port de Sóller Kleine Cafés und Restaurants, Pensionen und Souvenirläden entlang der Strandpromenade machen Repic zu einem tollen Ort für Familien. Port de Sóller ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Wanderungen in die nördliche Serra mit ihrer steilen Küste.

Ach ja, fast hätte ich das kleine Anekdötchen am Rande vergessen. :) Nach ausgiebiger Erkundung des Hafens überkam uns großer Durst, den wir schnellstmöglich stillen wollten. Diverse Restaurants und Bars boten leckere Getränke und die in Spanien üblichen Tapas an.

Unsere Getränke kamen, und bevor ich auch nur den ersten Schluck machen durfte, wurde mir durch Ralf heftigst Einhalt geboten. Mindestens 5 Minuten drappierte er die Sangria um sie optisch perfekt für den Blog aufzubereiten. Ob es sich gelohnt hat, entscheidet ihr, liebe Leser.  Ich jedenfalls, wäre fast verdurstet ;)

Aber, was tut man nicht alles…:)

In diesem Sinne…

Eure Reise-Bine

 

Halbmarathon 2008 auf Mallorca mit Jürgen Drews

22. Oktober 2008 | 26 Artikeleinblendungen

 

Wir hatten gehört, dass am letzten Sonntag ein Halbmarathon rund um Palma durchgeführt werden sollte. Nur kurz dachten wir darüber nach, ob wir teilnehmen sollten, entschieden uns dann aber auf einen Verzicht, um die Teilnehmer nicht zu alt aussehen zu lassen ;)

Alt sahen die meisten nämlich schon aus: Bei knapp 30 Grad standen nicht wenige der Läufer und Läuferinnen deutlich sichtbar kurz vor einem Kollaps. Tja, hätten sie am Vorabend halt nicht zu sehr im Mega Park abfeiern sollen ;)

Der Hauptgrund, aus dem wir zur Strecke pilgerten, war allerdings ein anderer: Wir hatte gehört, dass Jürgen Drews auch mitlaufen wollte.

Leider konnten wir ihn aber unter den Läufern nicht erspähen :(

Halbmarathon Jürgen Drews

Erst am Montag erfuhren wir im SAT1 Frühstücksfernsehen den wahren Grund: Der 62-jährige Drews hatte nämlich zwischendurch mehrfach geschwächelt und sich "Ein Bett im Kornfeld" gesucht. Dumm nur, dass ihm keiner gesagt hatte, dass es ein solches rund um Palma nicht gibt - zumindest nicht zu dieser Zeit…

Aber im Ernst: Es rang schon ein wenig Hochachtung ab, wenn man sah, welche Strapazen die Teilnehmer meisterten. Und auch der König von Mallorca soll es schließlich geschafft haben, den Weg ins Ziel zu finden.

Wir verneigten uns in einer Bar Sangria trinkend vor diesen Leistungen ;)

Liebe Grüße

Ralf

 

 

 

Mietwagen-Tour von El Arenal bis Port de Sóller 3. Teil

22. Oktober 2008 | 10 Artikeleinblendungen

Liebe Reiseblog-Besucher,

schon wieder da? :-)

Weiter ging es zu unserem nächsten Ziel: Das Bergdorf Valdemossa im Westen der Insel. Ungefähr 25 Km nördlich von Palma.  Wir trafen auf ein idyllisches, sehr belebtes Dörfchen das hauptsächlich durch sein Kartäuser-Kloster Berühmtheit erlangte. ValdemossaDie Serpentinen lagen hinter uns, meinem Magen ging es mittlerweile wieder blendend und so konnte ich Valdemossa richtig genießen. Ich erspare euch an dieser Stelle einfach mal die Informationen, woher der Name stammt. Steht sowieso hundertfach in Reiseführern und im Internet. Das muss nicht unbedingt in unserem Reiseblog auch noch erwähnt werden. Aber einige interessantere Infos will ich euch doch nicht vorenthalten.

Die Schutzheilige von Valdemossa ist die Heilige Catalina. Sie wurde im Jahr 1531 geboren und ist übrigens die einzige heilige Mallorquinerin überhaupt. Von den Einheimischen wird sie, wie wir an den Häuserwänden sehen konnten, glühend verehrt. ValdemossaCatalina Tomàs arbeitete als Magd auf dem Feld, hatte Visionen und soll sogar Wunder vollbracht haben. Welcher Art ist uns leider nicht bekannt. Aber sicherlich hat sie nicht aus Wasser Wein gezaubert. Das war ein Anderer, lange  vor ihrer Zeit ;-)

Ein Adeliger aus Palma wurde auf sie aufmerksam und ließ sie religiös ausbilden. Im Alter von  21 Jahren wurde sie ins Augustinerinnen-Kloster aufgenommen und starb dort als einfache Nonne; mehrere Angebote der Äbtissinnenstelle hatte die bescheidene Catalina abgelehnt.

Im Unterdorf Valdemossas findet man an fast jeder Hauswand Kacheln, die Szenen aus dem Leben der Heiligen Catalina zeigen. Und nun noch etwas spannendes, wie ich finde. Passt meiner Ansicht nach vom Thema her sehr gut in den PhantasieRaum:

Valdemossas berühmtesten Touristen waren im Winter des Jahres 1838/1839 die französische Schriftstellerin George Sand und ihr Geliebter, der polnische Komponist Frédéric Chopin. George Sand folgte hier einer Empfehlung von Bekannten, die meinten, Mallorca gut zu kennen. So waren Chopin und Sand zunächst von der Landschaft und den Bewohnern Mallorcas begeistert, aber diese Begeisterung legte sich sehr schnell.  ValdemossaBevor sie nach Valdemossa kamen, lebten sie in der Nähe von Palma. Dort mußten sie ihre angemietete Wohnung verlassen. George Sand, deren richtiger Name Aurore Lucile Lupin ist - eine verheiratete Baronin Dudevant - bevorzugte es, in Valdemossa vorwiegend Männerkleidung zu tragen und obendrein rauchte sie Zigarren. Und dann lebte sie auch noch mit ihren beiden Kindern, einer Zofe und ihrem jüngeren Geliebten zusammen - in einem Kloster! Das war zuviel für die konservative Landbevölkerung und man machte ihnen das Leben in Valdemossa sehr schwer. Diese Erinnerungen an Valdemossa beschrieb sie in ihrem Roman "Ein Winter auf Mallorca", hier rechnet sie mit der ihr feindlich gesonnenen Landbevölkerung gnadenlos ab.
Chopin, der bereits zum Zeitpunkt ihres Kennenlernens in Paris kränkelte, litt auf Mallorca an Tuberkulose. Der nasse und kalte Winter war nicht unbedingt förderlich für eine Genesung und auf Rat der Ärzte verließen sie im Jahre 1839 ziemlich überstürzt die Insel.

Ihr lieben Reisblog-Besucher, dass war doch jetzt mal eine nicht so trockene Thematik, oder? :-)

Bis morgen…

Eure Bine

Mietwagen-Verleih auf Mallorca: Erlebnis mit kleinen Tücken

21. Oktober 2008 | 37 Artikeleinblendungen

Liebe Reiseblog-Freunde,

da ja das Thema "Auto" gemeinhin als Männer-Thema angesehen wird, meinte die Bine, dass ich euch mal berichten soll, wie es uns beim Leihen eines Mietwagens ergangen ist:

Natürlich kann man auch an der Strandpromenade in etlichen Agenturen ein Auto leihen. Das setzt aber voraus, dass man planvoll vorgeht, sich darüber Gedanken macht, wann man denn genau ein Auto benötigt und dieses sinnvoller Weise ein bis zwei Tage vorher bucht…

Wir aber präferierten es, spontan zu sein und uns von Jetzt auf Gleich für einen Ausflug entscheiden zu können (insbesondere auch unter dem Aspekt, dass wir an den ersten Tagen noch mit Akklimatisierungsproblemen zu kämpfen hatten).

Direkt um die Ecke, in der Nähe unserer Ferienwohnung befand sich eine Sixt-Vertretung. Wir also morgens aufgewacht, uns angeschaut, auf weitere Aktivitäten verzichtet und sofort um 9.00 Uhr aufgebrochen, um bei Sixt ein Auto zu mieten. Vollgepackt mit allen wichtigen Utensilien, wie z.B. Frühstück, Badesachen, etc., betraten wir den kleinen kahlen Raum, der lediglich von zwei "Pulten" unterbrochen wurde, hinter denen zwei junge Damen saßen. (Sehr junge Damen, um es genau zu sagen, was wieder einmal meine Erfahrung bestätigte, dass in Spanien überwiegend sehr junge Damen im Service beschäftigt sind. Ich könnte jetzt auch noch "sehr hübsche" dazu schreiben. Schreibe ich aber nicht, weil die Bine ja auch meinen Artikel lesen wird ;) )

Das kurze "Ola" beider Damen unterschied sich nur marginal voneinander und doch war deutlich erkennbar, welche der  Beiden sich mehr mit unseren Wünschen beschäftigten wollte.

 Wir steuerten also zielgerichtet auf sie zu und sagten: "Wir würden gerne ein Auto leihen!"

"Für wann?", fragte sie, leicht distanziert. "Für jetzt?!", antworteten wir mit einem unsicher gewordenen Unterton.

Sie schüttelte den Kopf, klimperte ein wenig auf der Tastatur vor sich herum und meinte, dass frühestens in zwei Tagen wieder eines verfügbar wäre.

Betreten schauten wir uns an. Nunja, dann würde es wohl heute nix mit unserem Ausflug werden.

Da stand die zweite junge Dame, die sich bis dahin mit irgendwelchen imaginären Dingen zu beschäftigen schien, abruppt von ihrem Stuhl auf, zischte ein paar spanische Brocken, die wir nicht einordnen konnten, vor sich hin und begann am Pult der Anderen in Tüten mit Autoschlüsseln zu suchen. Zwei erkennbar wenig nette von ihr ausgesprochene Sätze weiter, war dann doch plötzlich ein Auto verfügbar. Die junge Dame, die uns bediente, verzog keine Miene, nannte uns den Preis und wickelte alles weitere professionell ab.

Wir waren nur glücklich, dass es nun doch noch klappte. Die Frage nach dem Warum und Wieso beantworteten wir ganz einfach mit dem Begriff "Spanische Logik". Dieser sollte uns in den nächsten Tagen in anderen Situationen noch einige Male in den Sinn kommen und bei der mentalen Weiterverarbeitung von Geschehnissen weiterhelfen ;)

 

Das Auto, ein recht neuer Polo - inklusive Klimaanlage -, war allerdings klasse, wenn auch ein wenig teurer, als bei anderen Verleihagenturen, und fuhr uns problemlos überall hin, wo wir wollten.

Aber davon berichtet ja die Bine in ihrem Bericht "Mietwagen-Tour". :) 

Liebe Grüße

Ralf

Mietwagen-Tour von El Arenal bis Port de Sóller 2. Teil

21. Oktober 2008 | 30 Artikeleinblendungen

Liebe Besucher,

nachdem wir Port Andratx verlassen hatten, ging es nun in Richtung Valdemossa. Ein ungemein kurvenreiche Strecke an der Küste stand uns nun bevor. Mit jeder Serpentine, welche Ralf liebevoll Terpentine nannte, ging es meinem Magen etwas schlechter. Es soll ja Leute geben, die Achterbahnfahren genial finden und dafür auch noch pro Fahrt fünf Euro freiwillig zahlen. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu :-( 

Nach ca. 15 km und gefühlten 1.237 Kurven erreichten wir unseren Zwischenstopp Torre del Verger. Gottseidank. Noch eine Terpentine mehr und ich hätte für nix mehr garantieren können. Aber nun wurden wir mit einem genialen Blick ausreichend entschädigt.

 

 

 

Torre del Verger

 

Der im Jahr 1579 erbaute Wachturm Torre del Verger (Torre de Ses Animes) liegt an der Küstenstraße kurz vor dem Ort Banyabulfar und diente ursprünglich zur Abwehr von Piraten.

 

Vom Turm erschließt sich ein fantastischer Ausblick auf die steile Nordküste Mallorcas. Über eine kurze, schmale Eisenleiter konnte der Turm sogar bestiegen werden.

Okay, nach jedem Hoch kommt bekanntlich ein Tief. Dreimal dürft ihr raten, auf wen wir dort oben stießen? Richtig! Die Bayern sind überall :-) 

 

Fluchtartig verließen wir die Location in Richtung Valdemossa

 

 

Eure Reise-Bine

Mietwagen-Tour von El Arenal bis Port de Sóller 1. Teil

18. Oktober 2008 | 56 Artikeleinblendungen

Hallo Reiseblog-Besucher!

Was macht der typische Mallorca-Touri regelmäßig? Falsch! Er durchzecht nicht jede Nacht in der Schinkenstraße und liegt tagsüber zugedröhnt am Strand um seinen Rausch auszuschlafen. :-)

Der Otto-Normal-Touri mietet sich einen Kleinwagen und schaut sich die Schönheiten der Insel an. Der uns angebotene VW Polo schien für diesen Ausflug gerade richtig zu sein. Ein ziemlich neuer Wagen, mit allem Komfort und zurück und schon ging es über Palma in Richtung Peguera/Andratx.

Erstes von uns anvisiertes Ziel: Port ‘d Andratx.

Der kleine Hafen, im äußersten Südwesten von Mallorcas, gehört zur Gemeinde Andratx . Meine Vorstellung von diesem Ziel war schon, ein überlaufenes Örtchen vorzufinden, in dem sich die Touristen täglich in Scharen die Hacken ablaufen. Aber, weit gefehlt!

Port d’Andratx ist ein attraktiver und malerischer Ort mit  viel spanischem Flair und ca. 3.000 Einwohnern. Wer überfüllte Badestrände sucht, findet sie hier mit Sicherheit nicht. Am Hafen gibt es einen winzig kleinen Strand, welcher jedoch mehr für die Optik als zum Baden geeignet ist. Obwohl Port d’Andratx ein völlig unüblicher spanischer Hafen ist, sind die Besucher offensichtlich nicht ausgeblieben. An kaum einem anderen Platz auf Mallorca hat die Bauwut in den letzten Jahren ähnliche Spuren hinterlassen.

 

 

In unserer Ferienwohnung konnten wir Fotos älteren Ursprungs von diesem Ort bestaunen. Diese zeigten weitgehend unbebaute Berge und man konnte deutlich sehen, was im Laufe der Jahre an baulichen Veränderungen stattgefunden hat. Die Bewohner der teuren Villen sind überwiegend wohlhabende Briten und natürlich Deutsche, von denen nicht wenige ihre Yacht im Hafen liegen haben. Boote von Fischern gibt es so gut wie kaum noch. Schade eigentlich.

 

Dafür gibt es rund um den Hafen diverse Restaurants, die sich der überwiegend zahlungskräftigen Klientel des Ortes angepasst haben. Wem diese Preise zu happig sind, der hat die Möglichkeit in einem Supermarkt der Kette Caprabo im Zentrum in der Nähe des Hafens shoppen zu gehen.

 

Und weiter ging es zu unserem zweiten Ausflugsziel: Torre del Verger

Eure Bine

Sportlich, sportlich…

16. Oktober 2008 | 31 Artikeleinblendungen

Liebe Besucher,

habe mich heute daran erinnert, dass dieser Blog ja eigentlich ein Reiseblog sein soll und möglicherweise erwartet ja der eine ohne andere Leser in einem Reiseblog auch die Sehenswürdigkeiten der Insel und nicht nur Storys über den Kampf mit Moskitos und Verwaltern von Ferienunterkünften :-)

Nun, ihr habt es so gewollt, aber beschwert euch nachher nicht, okay?

Heute haben wir die sportliche Phase unsere Urlaubes eingeläutet. Ehrlich! Wieso habe ich eigentlich gerade beim Schreiben, das Gefühl belächelt zu werden? Ob ihr es glaubt oder nicht, wir waren WIRKLICH sporteln. Mit echten Fahrrädern. Ein superbequemes Damen-Hollandrad mit praktischem Korb für diverse Schuh-Einkäufe und ein richtig drahtiges Mountain-Bike für den Herrn. Nicht besonders angenehm für den Po, aber die anderen männlichen Urlauber schauen immer so anerkennend, wenn "mann" ein solches Rad fährt ;-)

Das war jetzt ein Scherz! Als wenn Ralf das nötig hätte, ich fand den Gag jetzt nur so gut :-)

Fahrradtour

Für  sieben Stunden ausleihen zahlten wir nur schlappe zwölf Euro. Da kann man wirklich nicht meckern. Wenn ich bedenke, dass ich für vier Krombacher den gleichen Preis berappen mußte, ist das ja fast geschenkt. :-)
Gar nicht zu reden von dem Gefallen, den wir unseren Körpern mit dieser Aktion getan haben. Es war schon immer ein wenig teurer großen Durst zu haben…

Unsere Tour ging hinunter zum kleine Hafen Richtung Son Veri Nou. Möglicherweise trägt der Hafen selbst auch diesen Namen. Sorry, aber wenn ihr DAS nun genau wissen wollt, besorgt euch doch einfach eine Mallorca-Ausflugskarte. Da steht echt alles haargenau drin :-)

 

Unsere Euphorie, einen wunderbaren Blick auf die Boote zu erhaschen, wurde jäh gebremst, als wir feststellen mußten, dass das gesamte Hafengelände eingezäunt war und nur Leute mit speziellen Ausweisen passieren durften. Macht aber nix. Wir waren ja eh mit dem Rad da und konnten jederzeit fahren, wohin wir wollten, ohne uns Blasen an den Füßen zu laufen :-)

Und weiter ging es in die Richtung Las Maravillas. Die gesamte Tour führte entlang an einem der schönsten Strände Mallorcas. So sagt  jedenfalls der Reiseführer. Und wir wollen das nach dem heutigen Tag, mit aller nötigen Skepsis, einmal nicht in Frage stellen. Bei Temperaturen von 25 Grad und leichter Bewölkung war es das optimale Wetter für unsere Radtour. Einfach nur genial. Und nach "getaner Arbeit" gab es natürlich die Belohnung… 

…. ein kleiner Stop … :-)

Ich denke, den hatten wir uns wirklich mehr als verdient. Es hätte nicht viel gefehlt und wir wären dort richtig versackt. Blick aufs Meer. Ein kühles Bierchen. Was will das Urlauberherz mehr? :-)

Urlaubsgrüße von der Insel….

Eure Bine

 

Überraschung am Ballermann

16. Oktober 2008 | 50 Artikeleinblendungen

Lieber Reiseblog-Besucher,

gestern ist noch etwas komisches passiert!

Überhaupt nichts böses vermutend, schlenderten wir die wunderbare Promenade am Balenario 1 bis Ultimo entlang, als wir plötzlich Stimmen hörten. Erst weiter weg und dann immer näher kommend. Gottseidank hörten wir diese Stimmen nicht allein, die Menschen auf der Flaniermeile Palmas horchten ebenso auf, wie wir. War das beruhigend :-) 

Die Stimmen wurden lauter und riefen: "Hallo, Halloho, Haaaaallloooo, Halllohoho, Ola, Hallo, Hollaho!

Als die Gestalten näher kamen, konnten wir Lederhosen, blauweiße Hemden und Zipfelhüte ausmachen. Mindestens zwölf Personen liefen in einem Abstand von einem halben Meter zum Vordermann laut rufend am Strand entlang. Oh nein, dachte ich, doch nicht wieder so ein total bescheuerter Junggesellenabschied von noch beknackteren Bayern. Aber, es war noch viel schlimmer, als ich befürchtet hatte…

Spanische Lederhosen

 …es waren  waschechte Spanier in original Bayern-Tracht! :-)

Wie nett, da brauchten WIR uns für unsere Nation mal einmal nicht fremdschämen ;-)

Sonnengruß aus Malle!

Eure Bine